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Kunst im TURM

Im TANKTURM gibt es keine Ausstellungsräume im eigentlichen Sinn, sondern Transiträume: Kunst begleitet hier Wege und Arbeitsalltag. Das ist neben den faszinierenden Räumen des Gebäudes die Besonderheit. Kunst als Konstante auf Zeit findet sich im Architekturbüro, in den Proberäumen des KlangForum, im Seminarbereich und in den Turmräumen.

Abgesehen davon, dass der Bezug zur ungewöhnlichen Architektur hier immer eine Rolle spielt, wird die spartenübergreifende Konstellation der TANKTURM-Bewohner – des AAg Architekturbüros und der Ensembles des KlangForum Heidelberg – Themen ermöglichen, die sich auch in den Ausstellungen spiegeln werden: In diesem Haus wird an Formen gefeilt, über Form nachgedacht. Ich stelle mir vor, dass die Arbeiten das begleiten und mit-denken während sie da sind. Gleichzeitig spielt Kommunikation eine große Rolle: In diesem Energiefeld würde ich gerne alles ansiedeln, was dort künstlerisch geschieht.
Im Moment sind zwei Ausstellungen im Jahr fest geplant, dazwischen wird es sicherlich Events, Installationen oder kleinere Ausstellungen geben.
Die erste Ausstellung zeigt den Sammlungsbestand des AAg Architekturbüros, der hier erstmalig am neuen Ort installiert wird und Erweiterungen einerseits auf interessante regionale Positionen wie z.B. Barbara Hindahl und Miriam Holme (beide aus Mannheim) zeigt, wie auch überregionale wie z. B. Daniele Buetti oder Karin Schwarzbek aus der Schweiz. Es geht um die Vernetzung von Sparten und Fragestellungen und natürlich darum, den TANKTURM mit Künstlern und Institutionen als neuen, sehr besonderen Ort zu bespielen.
Text: Kurator Harald Kröner

DIKTATUREN

Ausstellung mit Werken von Gert Riel & Markus F. Strieder

Die Ausstellung nähert sich der Schwere des Themas DIKTATUREN in unmittelbar sinnlich erfahrbaren Kategorien.

Der Stahlbildhauer Gert Riel aus Buoch setzt Stahlplatten dauerhaft unter Spannung, was sie zu fast bedrohlich gespannten Federn macht, von denen man hofft, dass niemand sie jemals auslöst.

Die Arbeiten des in Frankreich lebenden Bildhauers Markus Friedemann Strieder wurden geschmiedet und man ahnt die massive Gewalteinwirkung, die nötig war, um diese massiven und in ihrer Massivität nachgerade Schwere atmenden Blöcken ihre aktuelle Form zu verleihen. Beide waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, Gert Riel (*1941, Prien am Chiemsee) zurzeit im Museum Art Plus in Donaueschingen, Markus Strieder (*1961, Innsbruck) zuletzt in der Kunsthalle Göppingen und im Projektraum des Deutschen Künstlerbunds in Berlin.

Die Werke sind im TANKTURM und BETRIEBSWERK ausgestellt

Dauer der Ausstellung:
Werke von Gert Riel 25.10.2017 – 20.12.2017
Werke von Markus F. Strieder 25.10.2017 – voraussichtlich April 2018

diktaturen
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Matthis Bacht Ampersand

Matthis Bacht Ampersand
Matthis Bacht Ampersand
Matthis Bacht Ampersand
„Ampersand“ - Ein Kunstwerk, das über die Grenzen von Stadtteilen hinweg abstrahlt und verbindet.

Durch das Kippen, verlängern und um die Ecke biegen des stilisierten Schriftzeichens „&“ setzt es zwei Seiten eines Gebäudes miteinander in Beziehung. Sinnfällig steht es dabei auch für die lebendige Verbindung zwischen Architektur und dem Betrachter: Seine in der Nacht auffällig beleuchtete Kontur lädt zum Annähern, Umrunden und Erkunden der ausdrucksstarken Fassade des Tankturmes ein. Der Blick von den Balkonvorsprüngen des Gebäudes ermöglicht dabei die „Nahansicht“ und beschließt einen möglichen Rundgang.

In direkter Sichtbeziehung existiert ein zweites „Ampersand“ am Turm des Künstlerhaus Haus am Wehrsteg - ebenfalls einem Industriedenkmal speziellen Zuschnitts.

Der Titel „Ampersand“ stammt aus dem Englischen und bezeichnet das uns bekannte &- Zeichen.

Künstler: Matthis Bacht & Anna Heidenhain
Material: Aluminium, Licht, Lack
Größe: ca. 80x120x80 (HxBxT)
Unikat

Über die Künstler:
www.matthisbacht.de
www.annaheidenhain.com
www.hausamwehrsteg.de

Anna Heidenhain (*1979) lebt und arbeitet zur Zeit in Berlin. In der Region zeigt sie auch dauerhaft ihre Arbeit „Overview“ am Mannheimer Schloß. Sie ist Teil des international arbeitenden Künstlerkollektivs „nüans“.

Matthis Bacht (*1982) ist mit seiner Arbeit durch das Künstlerhaus Haus am Wehrsteg fest in der Region verankert. In 2016 ist mit „Ausstellungskiste“ (Arbeitstitel) eine größere Installation in der Kunsthalle Mannheim zu sehen.